30.
April 2000
Sie
führen Ihren Kuvasz nicht in der Walachei, sondern in einer Großstadt, z.B.
auf der Königs-Allee in Düsseldorf aus, und benötigen für eine Wegstrecke
von 500 Metern eine Dreiviertelstunde? Mit Sicherheit, mir auch, und ich leide
weiß Gott nicht an der gefürchteten „Schaufensterkrankheit.“
Ein
Kuvasz zieht Blicke magnetisch an. Beneidenswerte Blicke! Erstauntes, bewunderndes,
auch ängstliches Hinschauen, ein AHA-Erlebnis für viele Passanten, auf das man
immer und immer wieder angesprochen wird. Eher selten hört man: „Ist das ein
KUWATSCH?“ Aber da gibt es auch Individuen, die im Vorübergehen alberne oder
total verblödete Fragen und Bemerkungen von sich geben, wie:
„Ist
das ein Schaf?“ „ Schatz, guck mal dieser Hund!“ „Das ist kein Hund, das
ist ein Bettvorleger!“ „Wird der mit Persil gewaschen?“ „Der passt in
keine Waschmaschine!“ „BO, der war wohl beim Frisör.“ „Ist der
gebleicht?“ „Hat der ´ne Dauerwelle?“ Und so weiter und vieles mehr.
Aber
diesem Publikum kann man das „Maul stopfen“. Sagen Sie „BINGO!“
Antworten Sie: „Klar ist das ein Schaf.“ Behaupten Sie, dass er in Ihre
Industriemaschine passt. Geben Sie zu, dass er mit Wasserstoffsuperoxyd
behandelt wird usw..

Liebe
Kuvaszbesitzer, diese Leute sind dann sprachlos und ziehen mit verschämt
grinsenden Gesichtern ab. Ich hab’s getestet.
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