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- Glückliche Jahre, oder:
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- Du
kriegst die Tür nicht zu
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- 16. Februar 1993
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- Eigentlich sollte ich mich ja nicht
in einer Hundezeitung mitteilen, ich gehöre nämlich der Katzengattung
an, genauer gesagt bin ich ein Kater, ich meine auch nicht mehr so
richtig, aber Schwamm drüber, die Zeit heilt alle Wunden.
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- Also,
ich darf mich Ihnen jetzt vorstellen:
- Mein Name
ist Percy vom... (tut nichts zur Sache). Werde im kommenden April 12 und
hatte exakt 9 Jahre und 4 Monate ein glückliches, wundervoll ruhiges und
zufriedenes Dasein. Nun, die ersten Wochen meines Lebens habe ich an die
Wand genagelt. Aber dann: Ich ward’ verhätschelt und getätschelt, ich
war die Nummer „Eins“ – bis zu jenem verhängnisvollen Sonntag im
August 1990.
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War
den ganzen Tag allein:
Hör’
plötzlich ein Auto:
Hör’
vertraute Schritte:
Hör’
einen Schlüssel:
Laufe
zur Tür:
Die
Tür geht auf:
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Mist!
Freude!
Freude!
Freude!
Freude!
Schock! |
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Ein
Monster! Ein weißes Monster, aber eben ein Monster. Alandia-Aszia. Ein sehr
lieblicher Name für ein Monster. Was hatte man mir angetan. Mein Leben veränderte
sich schlagartig. Die Ruhe war dahin, mein Dasein zerstört. Das war das
Ende.
Ich
wurde gejagt, gehetzt, attackiert, niedergetrampelt und besabbert. Ich hasse
Sabber! Wenn sie soff, war ich nass. Ich hasse Nässe. Ich hasste sie!
Mein
Futternapf wurde in höhere Regionen verlegt, da ich fast dem Hungertod
erlegen wäre. Meine Beziehungskiste wurde ruiniert, mein Kratzbaum
demoliert, in meinem Klo gekramt, mein Spielzeug zerkaut und meine
Leckerchen geklaut. Meine Murmeln galten als vermisst.
Sie
lehrte mich das Stehlen; wollte ich stehlen, verpetzte sie mich und stahl
selbst. Frauchens Couch war meine Couch, Frauchens Bett war mein Bett! Aus
und vorbei, die Zukunft sah böse aus.
Sie
wuchs mir über den Kopf, ganz schnell, war aber gut, nun hatte ich 'ne
Menge Fluchtpunkte. Nur ihre dicke schwarze Nase passte noch unter den
Schrank und – ich verschaffte mir Respekt durch gezielten Einsatz meiner
Geheimwaffen.
Durch
sie bekamen wir auch Gäste.
Der
zugelaufene Schwarze war ok., die Collie-Hündin – auch ok., sogar die
engste Verwandtschaft (Schwester) machte nicht halt, aber auch ok.. Der
fette Beagle verschmutzte mein Revier, der Labrador, in Unkenntnis meiner Körpersprache,
desertierte, dem Bobtail fehlte jede Kooperation. Welche Strapazen, aber es
waren ja nur Gäste. Der Dackel mit der blutigen Nase kommt nicht mehr.
Dann
wurd' ich operiert und das Wunder geschah. Sie hat auf mich aufgepasst –
fand ich gut. Sie hat mir die Pfote geleckt – fand ich gut, sie hat mir
die Schnauze geleckt – fand ich gut und: Ein Abkommen wurde getroffen, es
lautete: „Du hier, ich da!" Manchmal auch gemeinsam auf einem
verbotenen jedoch verlockenden Platz. Es wurde zunehmend „erträglicher".
Mein Fressnapf stand mittlerweile schon auf dem Schrank.
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1
Jahr und 8 Monate später:
Die
Tür geht auf und...
ein
neues weißes Monster. Diesmal viel größer, ein Koloss! Ich blieb
total cool, war ja nur Besuch. Dauer: 13 Tage und 8 Stunden.
9
Tage später:
Die
Tür geht auf und...
ich
laufe schon längst nicht mehr zur Tür.
Der
Riese als Gast? Falsch, für immer!
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Es
hätte schlimmer kommen können. Andros ist ein netter Bursche, wirklich, fast
schon sympathisch und hilft, so manches Übel (die Gästeliste ist auf ein
Minimum reduziert) von mir fernzuhalten.
Quintessenz:
Ich muss mich fügen, mein Schicksal ist besiegelt, ich muss mit 2 Monstern
leben.
Wie
meinen Sie? Aller guten Dinge sind Drei? Von wegen, die Tür bleibt zu!
Zeichnungen
Reiner Pick



- Copyright©
Brigitte Pick 2002